
3. April 2025, 13:01 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten
Hollywood-Star Val Kilmer, bekannt für seine Rollen in Filmen wie „Top Gun“ und „Batman Forever“, verstarb am 1. April 2025 im Alter von 65 Jahren infolge einer Lungenentzündung. In seinen Memoiren hatte er vor Jahren offenbart, dass er vor seiner Kehlkopfkrebsdiagnose im Jahr 2015 bestimmte Symptome zunächst ignorierte – bis er wegen eines medizinischen Notfalls ins Krankenhaus eingeliefert wurde.
Hollywood nimmt Abschied von Val Kilmer (65), der besonders in den 1980ern und -90ern in Filmen begeistert hatte. Sein Durchbruch gelang ihm in der Rolle des Kampfpiloten „Iceman“ an der Seite von Tom Cruise in „Top Gun“ (1986). Noch vor wenigen Jahren spielte Kilmer in der Fortsetzung „Top Gun: Maverick“ erneut seine Erfolgsrolle. Allerdings sprach er nur wenige Sätze, denn „Iceman“ teilte sich Kilmers reales Schicksal: Er war an Krebs erkrankt und hatte seine Stimme verloren. Seine Tochter Mercedes Kilmer, bestätigte der „New York Times“, dass bei Val 2014 Kehlkopfkrebs diagnostiziert wurde. In seinen Memoiren „I’m Your Huckleberry“ aus dem Jahr 2020 verriet der Hollywood-Star, dass er vor seiner Diagnose wichtige Symptome ignoriert hatte.
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Übersicht
Langwieriger Kampf gegen den Krebs
2015 wurde bei Schauspieler Val Kilmer Kehlkopfkrebs diagnostiziert, von dem er sich später laut Tochter Mercedes erholte. Der Öffentlichkeit verriet er seinen besorgniserregenden Gesundheitsstatus jedoch erst 2017 in einem Interview mit „Hollywood Reporter“. Und das nicht ganz freiwillig. Er reagierte mit seiner Offenbarung darauf, dass sein Schauspielkollege Michael Douglas zuvor Andeutungen über seinen Gesundheitszustand gemacht hatte. Dank eines Luftröhrenschnitts sowie einer Chemotherapie konnte Kilmer den Krebs besiegen, allerdings bezahlte er mit seiner Stimme.
Erst ein Notfall führte zur Diagnose
Nicht nur der Öffentlichkeit verschwieg Kilmer lange Zeit, wie es um seine Gesundheit stand. Auch sich selbst konnte er nur schwer eingestehen, dass etwas nicht stimmte. In seinen Memoiren „I’m Your Huckleberry“ beschrieb er eindringlich, wie er wichtige Symptome zunächst verdrängte. Erst ein medizinischer Notfall und die Einlieferung ins Krankenhaus im Jahr 2015 öffneten ihm die Augen: „Eines Nachts wachte ich plötzlich auf und erbrach Blut, welches das Bett bedeckte wie in einer Szene aus ‚Der Pate’. Ich betete sofort und rief dann die Notrufnummer 911 (Notrufnummer in den USA, A. d. R.) an“, zitiert das Magazin „People“ aus seiner Biografie.
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Kilmer ignorierte frühe Warnzeichen
Doch auch vor dem medizinischen Notfall beschlich Kilmer das Gefühl, dass etwas nicht in Ordnung sei. In seinem Buch erzählt er, wie er 2014 seine One-Man-Show „Citizen Twain“ absagen musste, weil er seine Stimme verlor. Außerdem bemerkte er einen Kloß im Hals und Schlucken fiel ihm schwer. Trotzdem suchte er erst ein Jahr später – nach der Einlieferung ins Krankenhaus – ärztliche Hilfe. In seinen Memoiren beschreibt er sein Zögern: „Und um ehrlich zu sein, war es sehr schwer, meine ursprüngliche Diagnose zu akzeptieren. Es war surreal. Ich habe nicht geglaubt, dass ich abbaue, und ich war nicht bereit zu sterben.“

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Die wichtigsten Symptome von Kehlkopfkrebs
Der Kehlkopf ist ein Teil des Rachens, welcher für Sprechen, Atmen und Schlucken von Bedeutung ist. Außerdem befinden sich hier unsere Stimmbänder. Kehlkopfkrebs steht bei Männern auf Platz 17 der häufigsten Krebserkrankungen. Die Deutsche Krebsgesellschaft nennt Tabak- und Alkoholkonsum als wichtigste Risikofaktoren.1 Die Symptome können je nach anatomischer Lage des Tumors leicht variieren. Das häufigste Symptom ist laut der Cleveland Clinic jedoch Heiserkeit.2 Dies kann tückisch sein, denn Erkrankte glauben häufig zunächst, an einer Erkältung zu leiden.
Weitere Warnsignale für Kehlkopfkrebs sind:
- Andauernde Halsschmerzen oder Husten
- Andauernde Stimmveränderungen
- Schluckbeschwerden
- Gefühl eines Kloßes im Hals
- Probleme beim Bilden von Stimmlauten
- Ohrenschmerzen
Schwerwiegende Symptome, bei denen sofort ein Arzt aufgesucht werden sollte:
- Atembeschwerden
- Laute und hohe Atmung
- Das Gefühl, als ob etwas im Hals wäre (Globusgefühl)
- Bluthusten
Die Heilungschancen sind abhängig von der Größe und Ausbreitung des Tumors. Etwa 85 bis 95 Prozent der Patienten mit kleinen Tumoren an den Stimmbändern, die sich noch nicht ausgebreitet haben, überleben fünf Jahre. Bei Patienten, deren Kehlkopfkrebs sich bereits auf die lokalen Lymphknoten ausgebreitet hat, sind es noch 48 Prozent. Zur Behandlung nutzen Mediziner operative Verfahren, Chemo- und Strahlentherapie.3