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Heilendes Königskraut

Basilikumtee – Anwendung, Wirkung und Zubereitung 

Basilikumtee soll beruhigend auf Körper und Geist wirken.
Basilikumtee soll beruhigend auf Körper und Geist wirken. Foto: Getty Images
Julia Freiberger
Werkstudentin in der Redaktion

26. Januar 2024, 20:23 Uhr | Lesezeit: 7 Minuten

Die meisten kennen Basilikum als Gewürz aus der Küche. Im Handumdrehen lassen sich alle Gerichte verfeinern. Doch Basilikum eignet sich nicht nur für Speisen, sondern auch für Heißgetränke. Basilikumtee werde einige heilende Wirkungen nachgesagt.

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Aus Basilikum einen Tee zu machen, ist für manchen zunächst vielleicht nicht gerade naheliegen. Doch ist Basilikum dafür durchaus geeignet – wobei es sich genaugenommen nicht um einen „richtigen“ Tee, sondern um einen aromatischen, würzigen Aufguss handelt, der antibakteriell und entzündungshemmend sein soll. FITBOOK erklärt, wie man ihn anwendet, welche Wirkungen er haben soll und wie die Studienlage diesbezüglich aussieht.

Was ist Basilikumtee?

Um diese Frage zu beantworten, muss man sich zuerst die Pflanze etwas genauer anschauen. Das Basilikum gehört nämlich der Gattung der Lippenblütler an und ist eine Gewürzpflanze. Gerade in der italienischen Küche, stellt das Gewürz einen treuen Begleiter dar, wenn es darum geht, Pizza, Pasta oder Pesto zu verfeinern.

Wie schmeckt der Tee?

Basilikumtee schmeckt aromatisch, würzig und frisch. Teilweise können durch den heißen Aufguss auch Mischungen aus pfeffrigen, süßen und etwas bitteren Aromen entstehen. Der intensive Geruch und Geschmack lassen sich auf den hohen Gehalt an ätherischen Ölen zurückführen.

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Herkunft des Basilikumtees

Das Basilikum wird bereits seit tausenden Jahren in mediterranen Raum kultiviert. Seine Herkunft jedoch liegt in eher tropischen Gebieten, wie Afrika, Asien und Südamerika. Für die Herstellung des Tees werden nur die Blätter vom Stock verwendet.

Arten des Basilikums

Insgesamt gibt es etwa 65 Arten des Basilikums. Je nachdem, was einem lieber ist, lassen sich für den Tee Blätter des herkömmlichen Basilikums (den man auch aus der Küche kennt) verwenden – oder man greift auf eine andere Art zu: frische Blätter von Tulsi. Es trägt auch den Namen „heiliges Basilikum“ und gilt in Indien von dem Gott Vishnu geweiht. Er soll eine lebensverlängernde Wirkung haben.

Basilikum lässt sich aus dem Griechischen mit „königlicher Heilpflanze“ übersetzen. Deswegen wird er auch als „Königskraut oder Königsbalsam“ bezeichnet.

Anwendung des Basilikumtees

Schon zu Zeiten des römischen Reichs gab es Aufzeichnungen über die vermeintlichen Heilkräfte des Basilikums. Aber auch in vielen hinduistischen Gärten ist das Kraut traditionell zu finden. So wird es beispielsweise in der indischen Heilkunst Ayurveda bei unterschiedlichen Erkrankungen eingesetzt: Arthritis, Depressionen, Asthma oder Atemwegsinfekten.

Das Geheimnis dahinter befindet sich in den Inhaltsstoffen des Basilikums: Er ist nämlich reich an Mineralstoffen, Antioxidantien, Flavonoiden, Vitaminen und ätherischen Ölen (Kampfer, Estragol und Citrol). Letzteres ist für die entzündungshemmende, antibakterielle sowie schleimlösende Wirkung verantwortlich.

Welche weiteren Inhaltsstoffe befinden sich im Basilikumtee?

Ansonsten wendet man den Tee bei diesen Beschwerden an:

  • Kopfschmerzen
  • Unruhe- und Angstzuständen
  • Entzündungen
  • Magen-Darm-Beschwerden
  • Halsschmerzen
  • Menstruationsbeschwerden
  • Trockener und rissiger Haut
  • Atemwegserkrankungen (wie Asthma und Heuschnupfen)

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Wirkungen des Tees

Positiv für die Haut

Bereits im Mittelalter bereitete man aus zerstampften Basilikumblättern eine Paste zu und setzte sie zur Behandlung von oberflächlichen Wunden ein. Die Inhaltsstoffe des Tees sollen aber auch für eine innere Reinigung sorgen: indem Entzündungen abgemildert werden und sich stattdessen eine glattere und schönere Struktur der Haut bildet.

Allgemein wird dem Basilikumtee beim regelmäßigen Konsum nachgesagt, dass er ein schöneres Hautbild zur Folge haben soll. Trägt man den Tee auf Insektenstiche auf, so verspricht er eine lindernde Wirkung und schnellere Abheilung.

Verdauungsfördernd und entzündungshemmend

Die Inhaltsstoffe des Basilikums sollen die Verdauung anregen und bei Magenschmerzen sowie Blähungen hilfreich sein. Zudem hat er eine reinigende Wirkung bei Darminfektionen. Neben seiner entzündungshemmenden Eigenschaft soll die Pflanze auch antibakteriell wirken und das Immunsystem stärken.

Beruhigend und gegen Stress

Aufgrund der in ihm enthaltenen ätherischen Öle kann Basilikumtee Stress bekämpfen und beruhigend auf den Körper wirken. Deswegen soll man durch die Einnahme des Tees, auch nachts erholsamer schlafen können.

Senkt den Blutzuckerspiegel

Basilikumtee soll unter anderem die Eigenschaft haben, den Blutzuckerspiegel zu senken, wodurch sich unter anderem Heißhungerattacken reduzieren können.

Wie ist die Studienlage?

Reduzierung von Stress- und Angstzuständen

Eine Tierstudie kam zu dem Ergebnis, dass Bestandteile von Ocimum sanctum (Heiliges Basilikum) bei Ratten eine Anti-Stress-Wirkung hatten.1

Eine andere Studie untersuchte die Wirkung von Basilikum-Extrakt hinsichtlich der Reduzierung von Angststörungen. Dabei nahmen 33 Probanden täglich 500 Milligramm Basilikum-Extrakt zu sich. Die Studie wies nach, dass sich die Menschen am Ende der Untersuchungen weniger gestresst, deprimiert und ängstlich gefühlt hatten.2

Senkung des Blutzuckers

Eine Tierstudie wies nach, dass, nachdem Ratten Basilikum-Extrakt oder Basilikum-Pulver 30 Tage lang eingenommen hatten, eine Senkung des Blutzuckerspiegels (um 26,4 Prozent) beobachtet werden konnte.3

Krebs- und Entzündungshemmend

Eine Zellstudie zeigte, dass Tulsi-Blattextrakte in der Lage sind, die Ausbreitung von Brustkrebszellen zu verhindern und entzündungshemmend zu wirken.4

Verringerung von Magengeschwüren

In der Tierstudie wurde die Wirksamkeit von Basilikum-Extrakt gegen Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüre bei Ratten untersucht. Dabei wurde ihnen 200 Milligramm des Extrakts verabreicht. Es konnte eine vor Geschwüren schützende Wirkung beobachtet werden.5

Wirkungen von Basilikumtee nicht ausreichend wissenschaftlich belegt

Zwar gibt es viele Tier- und Zellstudien, die die positiven Wirkungen von Basilikum untersucht haben, allerdings reicht der Wissensstand aktuell bisher nicht aus, um sichere Aussagen über die Wirkungsweise von Basilikumtee auf den menschlichen Organismus zu treffen. Hierzu werden noch weitere Untersuchungen und Studien an Menschen benötigt. Es ist leider ebenfalls unklar, wie viel man von dem Tee zu sich nehmen muss, damit die gewünschten Effekte eintreten.

Aufgrund der enthaltenden ätherischen Öle kann aber davon ausgehen, dass Basilikumtee das Potenzial hat, die entzündungshemmend, antibakteriell und schleimlösend zu wirken sowie bei Magenschmerzen, Migräne, Halsschmerzen oder innere Unruhe hilfreich zu sein.

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Zubereitung vom Basilikumtee

Die Zubereitung des Tees gestaltet sich einfach: So benötigt man nur eine Handvoll frische Basilikum-Blätter, die man dann mit kochendem Wasser begießt und bis zu zehn Minuten ziehen lässt. Diese kann man am Ende aus dem Tee entfernen.

Entscheidet man sich für die Variante mit getrockneten Blättern, reicht ein Teelöffel mit diesen aus. Die getrockneten Blätter werden ebenfalls mit heißem Wasser übergossen und dann ziehen gelassen. Anschließend lässt sich der Aufguss mit Honig für eine süßere Geschmacksnote verfeinern.

Sind Nebenwirkungen bekannt?

Allgemein weist Basilikumtee keine Nebenwirkungen auf. Allerdings sollten Schwangere den Tee vorsichtshalber meiden, da sich in ihm der Stoff Estragol befindet, der vorzeitige Wehen einleiten kann. Laut dem Bundesinstitut für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärmedizin (BgVV) ist davon abzuraten, Lebensmittel, die den Inhaltsstoff Estragol enthalten, in zu hohen Mengen zu konsumieren, da er krebserregend sein soll.

Mehr zum Thema

Quellen

Weitere Quellen

Themen Tee Teesorten

Quellen

  1. Gupta, P., Yadav, DK., Siripurapu, KB., Palit G. et al. (2007). Constituents of Ocimum sanctum with antistress activity. Journal of Natural Products. ↩︎
  2. Nazmun, Lyle., Tapas, Kumar Sur. et al. (2011). A clinical study on the management of generalized anxiety disorder with Vaca (Acorus calamus). Indian Journal of Traditional Knowledge. ↩︎
  3. Vats, V., Yadav, SP., Grover, JK. (2004). Ethanolic extract of Ocimum sanctum leaves partially attenuates streptozotocin-induced alterations in glycogen content and carbohydrate metabolism in rats. Journal of Ethnopharmacology. ↩︎
  4. Larry, Tait., Victor, Hogan., Avraham, Raz. (2004). Inhibition of angiogenesis by a common herb: Ocimum sactum. American Association for Cancer Research. ↩︎
  5. R, Kath., R, Gupta. (2012). Comparison Of Efficacy Of Ocimum Sanctum Against Gastric And Duodenal Ulcers In Animals. The Internet Journal of Gastroenterology. ↩︎
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