
22. Juli 2022, 12:58 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten
Normalerweise sieht man Action-Stars ihre Kampffähigkeiten quasi von Weitem an. Wahre Muskelpakete eben! Nicht so bei „Stranger Things“-Darsteller Brett Gelman. Doch der Mittvierziger verwandelte sich für die Erfolgsserie innerhalb kürzester Zeit in einen Karatemeister.
Brett Gelman hat alles andere als eine athletische Figur. Umso mehr erstaunt er die Zuschauer in seiner Rolle als Privatdetektiv Murray Bauman in der vierten Staffel der Netflix-Serie „Stranger Things“. Darin kämpft er überzeugend wie ein Karatemeister. Zu verdanken hat er dies seinen beiden Privattrainern Meister Phillip Rhee und Meister Simon Rhee. Wir erklären das Training, mit dem Brett Gelman in kürzester Zeit Karate lernte.
Übersicht

Mein erstes Mal Thaiboxen mit Ü40 »Ich habe 20 Jahre Gewichte gestemmt – hätte ich doch nur Muay Thai gemacht

Trainer verrät 3 Übungen So trainiert Weltfußballer Karim Benzema seine Explosivität

Trainingsempfehlung 6 effektive Übungen für starke, definierte Arme
Vier Tage die Woche, drei Monate lang
„Von nichts kommt nichts“, lautet eine bekannte Redewendung. Offenbar hat sich Brett Gelman diese für sein Karate-Training besonders zu Herzen genommen. Denn er trainierte vier Tage die Woche und das drei Monate lang, um sich auf die Karate-Szenen seines Charakters Murray Bauman für die vierte Staffel von „Stranger Things“ vorzubereiten. Ziel war es, ein möglichst breites Repertoire an Kampftechniken zu erlangen, um die Rolle glaubwürdig zu verkörpern. Mit seinen Karate-Fähigkeiten erreichte er sogar den Violett-Gurt. Das entspricht einem überdurchschnittlich guten Level.
Was er genau lernte, führt er dem Männermagazin „Men’s Health“ vor. Wie das aussieht, sehen Sie im folgenden Video. Angeleitet wird er dabei von seinem Trainer Meister Phillip Rhee:
Auch interessant: »Ich habe 20 Jahre Gewichte gestemmt – hätte ich doch nur Muay Thai gemacht
1. Faustschläge
Zunächst führt Brett Gelman eine Reihe von Faustschlägen vor. Dabei steht er in Kampfposition mit linkem Bein vorne, dem rechten Bein hinten. Die linke Faust befindet sich schützend vor dem Gesicht, während die rechte zum Schlag gerade nach vorne ansetzt. Die explosiv ausgeführte Bewegung wird von einem Kampfschrei begleitet. Anschließend wird die Bewegung seitenverkehrt mit der linken Faust ausgeführt. Man bezeichnet sie als „Reverse Punch“.
Die gleiche Kampftechnik wird auch als „Under Punch“ ausgeführt. Dabei dreht man die Faust, sodass die Knöchel nach unten zeigen. Eine weitere Variante ist der „Vertical Punch“. Hierbei dreht die Faust zur Seite, sodass der Daumen oben liegt. Alle drei Techniken werden laut Meister Phillip Rhee beim Nahkampf angewendet mit kurzer Schlagdistanz.
Als Abwandlung der Faustschläge kommt auch der Ellenbogen zum Einsatz. Dabei ist der Bewegungsablauf ähnlich wie beim „Reverse Punch“, wobei man den Gegner mit dem Ellenbogen trifft.
Auch interessant: Rapper Wiz Khalifa zeigt neues Home-Gym und seine Muskeln

2. Beinschläge
Während man Faustschläge bei kurzer Distanz zum Gegner anwendet, erweitert man mit dem Beinschlag den Kampfradius. Der „Front Kick“ ist wohl der bekannteste Beinschlag. Dabei steht man wieder in Ausgangshaltung mit beiden Fäusten vor dem Gesicht. Das hintere Bein wird in einer explosiven Bewegung nach vorne geschleudert, um den Gegner mit dem Vorderfuß zu treffen.
Beim sogenannten „Roundhouse Kick“ erweitert man diese Bewegung durch eine Drehung. So kann man den Gegner auch von der Seite treffen, wie Brett Gelman vormacht.
Auch interessant: So finden Sie die richtige Kampfsportart für sich
3. Straßenkampf und Sparring
Bei der Straßenkampf-Übung geht es darum, die erlernten Kampftechniken schnell, abwechslungsreich und vor allem intuitiv anzuwenden. Ohne nachzudenken, muss man reaktionsschnell den Angriffen des Gegners mit Abwehrschlägen begegnen und ihn selbst angreifen. Dies führen Brett Gelman und sein Trainer Phillip Rhee eindrucksvoll beim Sparring vor.
Der sichtlich erschöpfte Schauspieler hat offenbar Gefallen gefunden am Kampfsport. So will er die Techniken der Selbstverteidigung auch unabhängig von der Serie „Stranger Things“ weiter ausüben. Und zeigt damit, dass man auch ohne eine von Kopf bis Fuß durchtrainierte Figur wie ein Superheld kämpfen kann.