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Salmonellen vorbeugen

Wie lange sind Eier wirklich haltbar? Machen Sie den Frische-Check

Eier im Karton
Ob ein Ei noch frisch oder bereits älter ist, lässt sich leicht durch einen Blick auf das Eiklar feststellen – alternativ bietet der Wassertest eine einfache Möglichkeit zur Prüfung. Foto: Getty Images
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FITBOOK Redaktion

29. März 2025, 8:25 Uhr | Lesezeit: 6 Minuten

Eier zählen zu den hochwertigen Eiweißlieferanten und sind aus einer ausgewogenen Ernährung kaum wegzudenken. Ob als Zutat in Lebensmitteln wie Pasta oder Crêpes oder als eigenständige Mahlzeit in Form von Omeletts – sie sind vielseitig einsetzbar. Jedoch stellt sich bei frisch, gekocht oder an Ostern bei bunt gefärbten Eiern schnell die Frage nach Haltbarkeit und Frische. Aber wie erkennt man, ob ein Ei noch genießbar ist? Und was gilt für hart gekochte Eier oder solche aus dem Supermarkt?

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Eier sind ab dem Legedatum 28 Tage haltbar – das schreibt die EU vor. Allerdings können sie je nach Lagerung und Verarbeitung auch deutlich länger genießbar sein. Welche Tests es gibt und wie man Eier sachgemäß lagern kann, erfahren Sie hier.

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Gesetzliche Haltbarkeit: Eier sind oft länger genießbar

Wie lange Eier tatsächlich haltbar sind, ist klar geregelt: „Ein Ei ist grundsätzlich 28 Tage nach dem Legen haltbar“, erklärt Hans-Peter Goldnick, Vorsitzender des Bundesverbands Ei. Doch er stellt auch klar: „Das bedeutet aber nicht, dass das Ei am 29. Tag schlecht ist.“

Ob vom Supermarkt oder direkt vom Bauernhof – in Deutschland erhält man frische Eier, die bei richtiger Lagerung zu Hause noch etliche Tage verwendbar bleiben. Wichtig dabei: kühl und dunkel lagern. Doch wie überprüft man, ob ein Ei noch verwendbar ist? Zwei einfache Methoden liefern verlässliche Hinweise.

Richtig lagern: So bleiben Eier lange frisch

In der Regel entwickeln frisch gelegte Eier ihr volles Aroma erst nach einer Reifezeit von drei Tagen. Eine korrekte Lagerung ist dabei wichtig – insbesondere ab einem bestimmten Zeitpunkt. Zehn Tage vor Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums sollte man Eier unbedingt gekühlt aufbewahren.

Zudem besitzen Eier einen natürlichen Schutzmechanismus: Durch einen unsichtbaren Film auf der Schale und durch Enzyme im Eiklar sind sie gegen das Eindringen und die Vermehrung von Keimen geschützt. Allerdings dürfen Eier keinen starken Temperaturschwankungen wie direkter Sonneneinstrahlung oder hoher Luftfeuchtigkeit ausgesetzt werden – sonst bleibt der Schutz nicht wirksam.

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Aufgepasst!

Allgemein gilt: Je frischer das Ei, desto geringer die Wahrscheinlichkeit, dass sich darin Bakterien vermehren. Jedoch ist es möglich, dass, wenn das Ei zu warm gelagert wird, sich explosionsartig Keime ausbreiten können. Auch eine spätere Kühlung (sogar Einfrieren), kann vorhandene Bakterien nicht mehr abtöten. Nur eine Erhitzung auf mindestens 70 Grad Celsius macht z.B. Salmonellen unschädlich.

Deshalb sollte man:

  • Eier möglichst frisch kaufen und zeitnah verbrauchen.
  • Für Speisen mit rohem Ei nur ganz frische Eier verwenden und diese Speisen kühl lagern.
  • Ab zehn Tagen vor dem Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums (MHD) im Kühlschrank aufbewahren.
  • Rühreier gut durchbraten und Frühstückseier mindestens fünf Minuten kochen.
  • Angeschlagene Eier sofort verwenden – jedoch nur für stark erhitzte Speisen.
  • Eier nach Ablauf des MHD nur noch vollständig durcherhitzt verzehren.

Denn: Frische Eier können Salmonellen enthalten, die entweder über die Eierstöcke oder über den Kot der Hühner ins Ei gelangen. Deshalb sind für die Lagerung Kühlschranktemperaturen von maximal sechs Grad Celsius empfehlenswert für die Lagerung. Zwar tötet die Kälte Salmonellen nicht ab, verhindert jedoch ihre Vermehrung.1

Wasser-Test: Schwimmt das Ei, ist Vorsicht geboten

Ein klassischer Frische-Test ist der Wasser-Test. Dafür legt man das Ei in eine Schüssel mit Wasser. „Je höher es im Wasser schwimmt, desto größer ist die Luftkammer im Ei“, erläutert Hans-Peter Goldnick. „Und je größer die Luftkammer ist, desto älter ist das Ei.“

Wenn das Ei sogar an der Oberfläche schwimmt, rät der Experte klar vom Verzehr ab: „Ich würde es zumindest nicht mehr zum Beispiel als gekochtes Ei essen. Man kann es höchstens noch für einen Teig verwenden.“

Eiklar-Test: Frische zeigt sich beim Aufschlagen

Ein weiterer Anhaltspunkt für die Frische ist das Aufschlagen des Eis – der sogenannte Eiklar-Check. Dabei zeigt sich bei frischen Eiern eine klare Struktur im Eiweiß: „Das Eiklar ist außen ein bisschen flacher und innen etwas höher, darauf sitzt der Dotter“, so Goldnick.

Diese Struktur verändert sich mit der Zeit: „Je älter das Ei ist, desto mehr verändert sich die Eiweißstruktur und Sie können Innen- und Außenhof nicht mehr unterscheiden, das verläuft ineinander.“

Wird ein altes Ei in die Pfanne geschlagen, breitet es sich stark aus. „Bei frischen Eiern können Sie mehrere Eier nebeneinander in eine Pfanne setzen“, erklärt der Experte.

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Schlechte Eier erkennen

Auch wenn Eier über das Mindesthaltbarkeitsdatum hinaus oft noch gegessen werden können, gibt es klare Warnzeichen, dass ein Ei womöglich nicht mehr gut ist. „Ein Anzeichen, ein Ei nicht mehr zu essen, ist ein nicht mehr klares Eiweiß“, sagt Hans-Peter Goldnick. Außerdem sei der Geruch ein untrügliches Signal: „Außerdem riecht das Ei dann schlecht.“

Wie frisch sind hart gekochte Eier wirklich?

Gerade bei gefärbten und hart gekochten Eiern lässt sich die Frische nicht ohne Weiteres beurteilen – vor allem, wenn sie lose auf Wochenmärkten angeboten werden. Für diese Eier ist kein Mindesthaltbarkeitsdatum vorgeschrieben. Generell gilt jedoch: Da beim Kochen mögliche Keime abgetötet werden, zählen hart gekochte Eier nicht zu den leicht verderblichen Lebensmitteln.

Hingegen unterliegen industriell hergestellte und verpackte gekochte Eier der Kennzeichnungspflicht und müssen ein Mindesthaltbarkeitsdatum tragen. Doch auch nach dessen Ablauf sind sie meist noch über einen längeren Zeitraum hinweg bedenkenlos verzehrbar.

Haltbarkeit von industriell gekochten und gefärbten Eiern

Industriell gekochte und gefärbte Eier aus dem Supermarkt sind besonders lange haltbar – bis zu drei Monate, und das sogar ohne Kühlung. Verantwortlich dafür ist ein spezieller Lack in der Färbung, der verhindert, dass Luft in das Ei eindringen kann.

Bei selbst zu Hause hart gekochten Eiern sieht es anders aus: Diese sollten grundsätzlich im Kühlschrank gelagert werden. Ihre Haltbarkeit hängt stark davon ab, wie sie nach dem Kochen behandelt wurden. Sind die Eier unbeschädigt und wurden nicht abgeschreckt, können sie problemlos länger als vier Wochen aufbewahrt werden.

Wurden die Eier hingegen abgeschreckt, verkürzt sich die Lagerdauer deutlich – auch im Kühlschrank sollten sie dann innerhalb von zwei Wochen verbraucht werden. Ist die Schale beschädigt, empfiehlt es sich, die Eier sofort zu kühlen und rasch zu verzehren.2

Quellen

  1. Rp.baden-wuerttemberg.de. Eiertests. (aufgerufen am 26.03.2025) ↩︎
  2. Ökotest. Eier-Frischetest: So erkennen Sie, ob ein Ei noch gut ist. (aufgerufen am 26.03.2025) ↩︎

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